Der Mitarbeiter im Unternehmen ist auch ein Wirtschaftsgut

Der Mensch ist (auch) ein Wirtschaftsgut.

Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen 40 Jahren gravierend verändert. Optimierung in allen Bereichen ist heute eine Selbstverständlichkeit in jedem Unternehmen, ja mehr noch, eine Grundvoraussetzung, um am globalen Markt mitspielen zu können. Die Optimierung macht auch vor dem Personalbereich keinen Halt. Dies fängt bereits bei der Auswahl der Mitarbeiter an.

Einen Mitarbeiter einzustellen, welcher sich als Fehlgriff herausstellt, kostet Zeit und wertvolle Ressourcen des bestehenden Mitarbeiterstammes, welcher sein Wissen für die Einarbeitung des NEUEN weitergeben muss, werden hierdurch vergeudet. Eine weitere Gefahr jeden personellen Fehlgriffes stellt die Wahrung der betriebsinternen Abläufe, Entwicklungen usw. dar, sobald dieser Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

Hinzu kommt, dass Kompetenzen, die vor Jahren noch als weiche Faktoren galten, heute über die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg ganzer Unternehmen entscheiden. Immer mehr rücken Charaktereigenschaften wie Integrität, Selbstreflexionsfähigkeit und Veranwortungsbereitschaft in den Fokus der unabdingbaren Eigenschaften neuer Mitarbeiter.

Menschen, die sich selbst gut kennen und um ihre persönlichen Stärken, Schwächen und Ängste wissen, sind unabhängiger in Entscheidungsprozessen. Diese Mitarbeiter nehmen sich Zeit für eine genaue Ursachenforschung und analysieren Zusammenhänge mit großer Umsicht und sie agieren weitblickend und verantwortungsvoll. Bei zunehmender Geschwindigkeit von Arbeitsabläufen und Geschäftsprozessen bilden Sie ein Gegengewicht von Ruhe und Klarheit und können sich und andere in Stresssituationen besser entlasten.

Ungelöste Rollenkonflikte führen zu einer erhöhten Anspannung, diese kann zu Krankheiten führen. Betriebswirtschaftlich betrachtet ist ein glücklicher Mitarbeiter in der Arbeit das wichtigste Gut, was ein Unternehmen aufzubieten hat. Glückliche Menschen sind weniger krank. Wenn die Krankheitsquote in einem Unternehmen sinkt steigt automatisch die Produktivität. Versierte Mitarbeiter tragen einen großen Anteil zu fließenden Abläufen bei. Der wirtschaftliche Schaden, welcher durch Krankheit von Mitarbeitern entsteht, liegt in den Milliarden Bereichen.

Glückliche Männer brauchen wir auch in Partnerschaften, und in Familien brauchen wir glückliche Väter. Glückliche Männer machen Frauen glücklich und glückliche Väter übertragen dies automatisch auf ihre Kinder. Da Kinder die Basis einer jeden Gesellschaft sind, ist es äußerst wichtig, dass sie in einem sicheren, sorgenfreien und glücklichen Elternhaus Kraft und Selbstvertrauen für ihr eigenes zielgerichtetes Leben schöpfen können.

Eine Möglichkeit sehe ich darin, dass Coaching in den Betrieben einen höheren Stellenwert erlangt und nicht als „Feuerlöscher“ benutzt wird. Durch einen präventiven Ansatz, eventuell durch Integration in die Gesundheitsvorsorge eines Unternehmens, könnte dies einen möglichen Wandel herbeiführen.

Denn was unser aller Antrieb sein sollte, ist es unseren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen – sie gestalten die Welt von Morgen.